FAQ

Warum ist Kokossubstrat oder Anzuchterde besser geeignet als normale Blumenerde?

Normale Blumenerde enthält Düngesalze, die die zarten Wurzeln des Keimlings auslaugen würden. Zudem können die Samen darin verfaulen. Kokossubstrat oder Aussaaterde ist besser geeignet. Zudem ist Kokossubstrat vollkommen frei von Schädlingen. Nach der Keimung benötigt die Pflanze allerdings Nährstoffe, die dann zugeführt werden müssen - am besten mit einem Anzuchtdünger. Alle Anzuchtsets des naturkraftwerks beinhalten Kokosquelltabletten. Unter Zugabe von raumwarmen Wasser quellen sie zum Substrat auf.

Kann ich auch mit Leitungswasser die Samen besprühen?

Ja, viele Pflanzen vertragen kalkhaltiges Wasser aus der Leitung. Für die Keimung und auch das Wachstum der Pflanze ist weiches Wasser dennoch besser. Benutzen Sie Regenwasser oder fügen Sie dem Leitungswasser Entkalker zu. Als Alternative können Sie auch weiches, stilles Mineralwasser (mit geringem Kalziumgehalt) verwenden.

Wie lange sind Samen haltbar?

Alle Blumensamen und Pflanzensamen aus dem naturkraftwerk sind mit einem Mindesthaltbarkeitsdatum versehen. Danach verlieren sie zwar an Keimfähigkeit, was aber nicht heisst, dass sie nicht mehr benutzbar sind. Es wachsen einfach nicht mehr so viele Pflanzen heran wie direkt nach dem Kauf und man sollte mehrere Samen in einen Anzuchttopf legen. Generell empfehlen wir im naturkraftwerk, die Samen so rasch als möglich auszusäen.

Wann ist die beste Zeit zur Anzucht?

Das ist je nach Samenart verschieden. Die meisten Samen werden im Frühjahr ausgesät. Auch Samen, die das ganze Jahr ausgesät werden können, bevorzugen das Frühjahr für die Anzucht. Einige wenige Samen von tropischen Pflanzen (z. B. Kaffee) keimen bevorzugt im Herbst/Winter. Beachten Sie die Zeiten, die in der Aussaatanleitung angegeben ist.

Wie feile ich Samen an?

Es kann sowohl eine Nagelfeile als auch grobes Schmirgelpapier (gibt es im Baumarkt) genommen werden. Sie können die Samen auch vorsichtig mit einem Cutter anritzen. Vorsicht – Verletzungsgefahr!

Müssen sämtliche Samen einer Tüte ausgesät werden?

Sie müssen nicht die gesamte Tüte auf einmal aussäen. Wichtig ist, dass die Tüte mit den verbliebenen Samen wieder gut verschlossen, dunkel, trocken und bei ca. 15°C aufbewahrt wird. Verwenden Sie trotzdem etwas mehr Samen, als Sie benötigen, da es immer wieder vorkommt, dass Pflänzchen eingehen oder nicht alle Samen keimen.

Wie erreiche ich in der kalten Jahreszeit höhere Temperaturen zur Keimung?

Stellen Sie die Aussaatgefäße auf die Heizung. Auch elektronische Geräte strahlen Wärme aus. Wenn Sie öfters Samen aussäen, zahlt sich der Erwerb einer Heizmatte aus. Beachten Sie, dass das Substrat mehr Feuchtigkeit benötigt, wenn es auf einer Heizung steht.

Was ist der beste Standort für Sämlinge/Jungplanzen?

Hell, raumwarm und keine Zugluft. Schützen Sie Jungpflanzen vor praller Sonne, die kleinen Blätter könnten sonst verbrennen. Wenn die Pflanze etwas größer ist, können Sie sie langsam an die Sonne gewöhnen. Exotische Pflanzen werden im Winter gerne mit warmen Wasser angesprüht.

Warum hat sich auf dem Anzuchtsubstrat Schimmel gebildet?

Das kann mehrere Gründe haben. Entweder wurde das Substrat zu viel gewässert oder die Folie täglich nicht mindestens 1 Stunde abgenommen, um das Aussaatgefäß zu lüften.

Das Anzuchtsubstrat ist während der Keimzeit ausgetrocknet

Retten Sie, was noch zu retten ist und setzen Sie die noch lebensfähigen Keimlinge in frisches Substrat. Ansonsten bleibt nichts mehr anderes übrig, als in der Biotonne zu entsorgen. Auch wenn das Substrat nur kurzzeitig austrocknet, sterben meistens die Keimlinge ab.

Warum keimen die Samen nicht?

Das kann mehrere Gründe haben. Die Samen wurden nicht vorbehandelt, die Keimtemperaturen waren zu hoch/zu niedrig, die Bewässerung zu wenig/zu viel.
Die Keimquote liegt bei den meisten Samen bei ca. 80%, bei anderen Pflanzensamen, wie etwa der Lebkuchenbaum, nur bei 20%.

Auf der Erdoberfläche laufen und fliegen kleine schwarze Fliegen

Dabei handelt es sich wahrscheinlich um die Trauermücke. Versuchen Sie es mit Gelbtafeln oder mischen Sie dem Substrat etwas Steinmehl bei. Sind schon zu viele Trauermücken vorhanden, bleibt nichts anderes mehr übrig, als die Aussaatgefäße in der Biotonne zu entsorgen und wieder neu anzufangen.