Erfolgreiche Aussaat

Schön, wenn man es nach viel Geduld und Pflege geschafft hat: Die ersten Samen keimen! Manchmal kann es allerdings vorkommen, dass die Blumensamen aus dem naturkraftwerk, trotz sorgfältiger Auswahl und Kontrolle, nicht aufgehen. Blumensamen und Pflanzensamen sind ein Produkt der Natur und nicht perfekt - kaum eine Samenart erreicht eine Keimquote von 100 %. Hier finden Sie die wichtigsten Tipps und Ratschlägen, wie sie bei der Anzucht von Samen vorgehen müssen, damit aus Ihrem Samen eine prächtige Pflanze wird.

Aussaatsubstrat

Am besten eignet sich zur Aussaat Kokosfasersubstrat. Es ist absolut keim- und schädlingsfrei sowie wasser- und luftdurchlässig, was sich sehr positiv auf das Wurzelwachstum auswirkt. Kokosfasersubstrat ist in allen Anzuchtsets des naturkraftwerks in Form von Kokosquelltabletten enthalten. Die Verwendung ist sehr einfach: Unter Hinzugabe von raumwarmen Wasser quellen sie auf, danach können die Samen in das Substrat gedrückt werden. Sie können auch Aussaaterde verwenden. Herkömmliche Blumenerde enthält meistens zu viele Nährstoffe, die für die Keimung nicht förderlich sind. Wenn die Pflanze ca. 10 cm groß ist, kann sie in einen größeren Topf gepflanzt werden. Spätestens jetzt benötigt die Pflanze von aussen zugeführte Nährstoffe. Je nach Pflanze können Sie herkömmlichen Kübelpflanzendünger verwenden oder speziellen Anzuchtdünger.

Ausaatgefäße

Ideale Aussaatgefäße sind luftdurchlässig, kompostierbar und können mit der Pflanze in ein größeres Gefäß gepflanzt werden. So werden die Wurzeln beim Umtopfen nicht beschädigt. Kokostöpfe  sind hier eine der besten Alternativen. Sie lösen sich nach kurzer Zeit in der Erde vollständig auf, das Wurzelwachstum wird in keinster Weise behindert. Kokostöpfe sind in allen Anzuchtsets des naturkraftwerks enthalten. Als kostengünstige Alternative können Sie auch Eierkartons verwenden und mit Aussaaterde befüllen. Torftöpfe sollten aus Gründen des Umweltschutzes nicht verwendet werden.

Wässern

Während der Keimdauer sollten Sie das Substrat gleichmäßig feucht halten, am besten mit einem Handsprüher je nach Bedarf besprühen. Das Wasser sollte kalkfrei sein, verwenden Sie also Regenwasser oder fügen Sie dem Leitungswasser Entkalker bei. Sie können auch auf stilles, kalziumarmes Mineralwasser zurückgreifen. Lassen Sie das Substrat nie austrocknen, die Keimlinge würden sonst absterben. Ist nicht immer genügend Zeit vorhanden, um regelmäßig zu bewässern, dann kann der Aussaattopf mit einer lichtdurchlässigen Folie abgedeckt werden. Das verhindert das Austrocknen. Der Topf muss dann aber alle 3 Tage für eine Stunde gelüftet werden, um Schimmel zu vermeiden.

Standort

Zwar keimen die meisten Samen in der Dunkelheit, unter der Erde, nichtsdestotrotz müssen sie erkennen, dass genügend Licht für das Wachstum zur Verfügung steht. Setzen Sie daher die Samen gemäß der Anzuchtanleitung in das Substrat und stellen Sie die Aussaatgefäße an einen hellen, zugfreien Platz. Viele Pflanzen. z. B. Sonnenblumen, fühlen sich im Garten am wohlsten. Man kann sie auch im Topf ziehen, ihr Wachstum bleibt aber beschränkt.

Aussaattemperatur

Bitte beachten Sie die genauen Angaben bei den jeweiligen Samenarten. Gleichmäßige Temperaturen sind genauso wichtig, wie die bei den jeweiligen Samen angegebenen Keimtemperaturen. Samen, die höhere Temperaturen zur Keimung benötigen, können Sie auf die Heizung stellen. Dabei darf es aber nicht zu heiß werden, damit das Substrat nicht austrocknet. Werden die Temperaturen nicht eingehalten, kann das den Keimerfolg beeinträchtigen. Zu hohe Temperaturen können eine weitere Keimruhe verursachen.